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Kerstin Kühn - eine Anwältin für die Region

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Anke Domscheit-Berg über die 3. Industrielle Revolution

Anke Domscheit-Berg
rechts: Kerstin Kühn

Können Sie sich vorstellen, dass ein Bauarbeiter mit einem 3-D-Drucker ein Bürogebäude für ein kleines Unternehmen bauen kann? Nun gut, 16 Mitarbeiter werden noch für Installationsarbeiten benötigt. Die Kosten für den Bau liegen um 50% niedriger als bei sonst üblicher Herstellungsweise. Zukunftsmusik? Nein, das ist Realität in Dubai. Und es ist erst der Anfang einer neuen Ära. In Dubai beabsichtigt man, bis 2030 jedes 4. Gebäude, auch Hochhäuser, in dieser völlig neuen Weise zu errichten. Können Sie sich vorstellen, dass Sie die Einzelteile Ihres Traumautos von der Firma DM Blade oder Local Motion fertigen lassen und Sie es dann in gerade einmal 30 Minuten selbst wie ein Legospiel oder IKERA-Möbel zusammenbauen? Local Motors, auch in Berlin aktiv, baute im Übrigen „Strati“, das erste, noch etwas unschöne, aber dennoch straßentaugliche 3-D- Auto, für das gerade einmal 49 Einzelteile benötigt wurden. Hierüber und wie die beginnende 3. Industrielle Revolution unser Leben zu verändern beginnt, referierte die international bekannte Publizistin Anke Domscheit-Berg am Freitag auf einer Veranstaltung der Linken in Müncheberg. Sie verwies darauf, welche Konsequenzen sich aus der sich verändernden Arbeitswelt ergeben und dass diese Veränderungen nur mit einer sozialen Revolution einhergehen kann, weil diese Entwicklung gravierende Auswirkungen auf die Gesellschaft, auf das Leben vieler Menschen haben wird. Es wird erwartet, dass 12 bis 47 Prozent der Arbeitsplätze in Deutschland verschwinden werden, auch solche, die heute noch eine hohe Qualifikation erfordern. Die Politik muss schon jetzt die Weichen für diese Entwicklung stellen. Doch sie tut es nicht.  Deshalb kandidiert Anke Domscheit-Berg für den Bundestag auf der Liste der Linken.

Es war ein sehr spannender Abend und eine intensive Diskussion im Anschluss an den Vortrag. Sogar ein Journalist  der chinesischen Nachrichtenagentur KATHAI Consulting erschien, um zu filmen und Anke Domscheit-Berg zu interviewen. Das Interesse am Thema der Referentin sei in China groß, äußerte sich Sven Tetzlaff, der schon sehr lange in China lebt. Mit bei der Veranstaltung war Kerstin Kühn, die linke Spitzenkandidatin im Wahlkreis 59, die sich insbesondere zu den rechtlichen Folgen der Datensicherheit äußerte. Mehr Video 1 und Video 2

Roboter und künstliche Intelligenz verändern unsere Arbeitswelt

MOZ, 7.9.2017 (klicken)

Am 08. September 2017 lädt DIE LINKE Müncheberg zu einem Fachvortrag mit öffentlicher Debatte zum Thema "Der Wandel der Arbeitswelt: Welche Zukunft hat Arbeit? Welche Arbeit hat Zukunft?" ein. Buchautorin und Publizistin Anke Domscheit-Berg wird in ihrem Vortrag die Folgen der digitalen Revolution für den Arbeitsmarkt beleuchten und in vielen Beispielen anschaulich zeigen, wo und wie Roboter und künstliche Intelligenz den Menschen am Arbeitsplatz ersetzen werden. Sie wird deutlich machen, dass keineswegs nur Arbeitsplätze in der Industrie von Automatisierung und Digitalisierung bedroht sind, sondern auch Jobs in Büros, Kanzleien, Callcentern oder Laboren. Domscheit-Berg ist Bundestagskandidatin auf der Landesliste der Linken sowie eine überzeugte Verfechterin des Bedingungslosen Grundeinkommens, das nach ihrer Überzeugung Teil einer sozialen Revolution sein muss, um den digitalen Wandel im Sinne des Gemeinwohls zu gestalten. Nach dem Vortrag geht´s in die Diskussion. Mit dabei Kerstin Kühn aus Bernau, Rechtsanwältin und Direktkandidatin der Linken für die Bundestagswahl im Wahlkreis 59, zu dem auch Müncheberg gehört. Sie wird sich insbesondere zu rechtlichen Fragen der Datensicherheit äußern. Die auch international renommierte Rednerin Domscheit-Berg wuchs in Müncheberg auf und lebt heute in Fürstenberg/Havel. Ihr Spezialgebiet ist die Zukunft und wie sich unsere Gesellschaft verändern wird. Gemeinsam mit Katja Kipping erarbeitete sie eine Linke Digitale Agenda, die im August der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.

Weltfriedenstag auf dem Marktplatz in Müncheberg

Kertin Kühn (Mitte) im Gespräch

Ein riesiges Transparent wird auf dem Marktentfaltet, indem es mit einem Kran in die Höhe befördert wird. Der Hintergrund des Banners ist himmelblau, darauf eine weiße Taube, Symbol für den Frieden. Auch vergangenes Jahr erinnerte die Linke des Kreisverbandes in Müncheberg und anderen Orten unseres Kreises an den Weltfriedenstag, der ansonsten kaum noch wahrgenommen wird, so scheint es jedenfalls. Anlass dieses Antikriegstages ist der Beginn des zweiten Weltkrieges am 1. September 1939 mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. In Müncheberg war Markttag. Viele Menschen, vor allem ältere, waren gekommen und staunten nicht selten über die Aktion der Linken. Ein alter Mann sagte mir, er hätte den Krieg erlebt. Wir brauchen so etwas nicht wieder. Eine ehemalige Kollegin, nicht mehr gut auf den Beinen, erzählt von den schweren Nachkriegsjahren als junger Mensch. Es herrschte Hunger und Zerstörung. Gern war man bereit, in der wenigen freien Zeit den Nachbarn zu helfen, um als Belohnung Essen zu erhalten, das ansonsten nicht reichte. Kerstin Kühn, unsere Spitzenkandidatin zur Bundestagswahl, war auch gekommen, um die Friedensaktion zu unterstützen und um für ihr Bundestagsmandat zu werben. Neugierde, Interesse war zu spüren beim Verteilen der Wahlwerbung und dem Verweis darauf, dass die Spitzenkandidatin der Linken hier sei. „Frau Kühn steht dort und unterhält sich gerade mit Leuten. Nutzen Sie die Gelegenheit, mit ihr zu reden.“ Selten waren abweisende Reaktionen zu vernehmen. Ein älterer Herr kommt uns entgegen, wir sprechen ihn an, möchten ihm Informationsmaterial geben, doch er geht spürbar auf Distanz. Wenig später antwortet mir eine Frau sehr freundlich: „Sie wissen doch, wem ich meine Stimme gebe, also brauche ich Ihre Werbung nicht.“ Stimmt, sie ist Stammwählerin der CDU. Eine weitere Frau winkt ab, vor der Wahl würden die Parteien viel erzählen und versprechen, danach würden Versprechen schnell wieder vergessen. Im Übrigen wähle sie schon immer links. Mangelnder Glaube an ehrlicher Politik war mehrfach aus den Gesprächen zu entnehmen. Den Freitagmarkt besuchen vor allem ältere Bürgerinnen und Bürger. Die Themen Rente und gesundheitliche Versorgung bleiben nicht aus.  Kerstin Kühn ist mit diesen Fragen gut vertraut. Die Benachteiligung Ostdeutscher bei der Rente besteht nach über 25 Jahren deutscher Einheit weiter. Die Ostdeutschen werden vertröstet. Es heißt es nun, die Rentenangleichung soll bis 2025 Jahre vollzogen werden. Es werden dann 35 Jahre nach der deutschen Einheit vergangen sein. „Beständigkeit zählt“, damit wirbt die regierende CDU auf großen Plakaten. Wie wahr. Über diesen Wahlslogan intensiver nachzudenken lohnt sich. Den Weltfriedenstag betreffend stellt sich die Frage, was die CDU und ihr Koalitionspartner unter Beständigkeit in der Friedenspolitik verstehen. Die deutschen Waffenexporte sind gestiegen, gerade in kriegsgefährdete Gebiete. Die NATO expandiert, schürt Spannungen auch in Europa, an den Grenzen Russlands, dem „Reich des Bösen“, wie es der ukrainische Ministerpräsident Poroschenko jüngst mehrfach äußerte, was deutsche Medien unkommentiert wiedergaben. Und deutsche Soldaten ziehen wieder in den Krieg. Die Welt ist mit Beständigkeit auch durch deutsche Politik unsicherer geworden. Deshalb ist es wichtig, die Stimme für den Frieden zu erheben, ehe es zu spät ist.