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Nikolai Iwanowisch Beljajew,

gefallen am 16.04.1945 in Müncheberg

N.I. Beljajew

Nikolai Iwanowisch Beljajew, geboren 1922, gefallen am 16.04.1945 während der Kämpfe zur Befreiung der Stadt Müncheberg, gerade einmal 22 Jahre alt. Seine Nachfahren wussten davon, dass er im Raum Seelow, vor den Toren Berlins, gefallen sei. Das Schicksal ihres Angehörigen ließ die Familie nicht los. Ein Enkel wandte sich über die Social Media an die Öffentlichkeit in Deutschland. Engagierte Menschen von „Druschba-global“ , die sich für Freundschaft und Verständigung mit Russland einsetzen, nahmen sich der Sache an. Sie erkundigten sich in Seelow, ob es dort Hinweise auf den Tod des Opas gibt, ohne Erfolg. Dort erhielten sie den Hinweis, sich an die Stadt Müncheberg zu wenden. Und sie wurden sie fündig!

Sie erfuhren, dass N.I. Beljajew in Müncheberg gefallen sei und seine letzte Ruhestätte am sowjetischen Ehrenmal in der Stadt gefunden hat. Er ist einer von 258 sowjetischen Soldaten, die die Befreiung unserer Stadt mit dem Leben bezahlten. Müncheberg hätte kampflos übergeben werden können, die Nazis ließen sich darauf nicht ein.

Tränen lösten sich bei den Männern, die sich auf die Suche nach Unterleutnant Beljajew begaben und nun, am Tag der Befreiung, 76 Jahre nach dem Ende des Krieges, an seinem Grab standen, während die Bürgermeisterin der Stadt Müncheberg, Uta Barkusky (Linke), sich in russischer Sprache an die Familie des gefallenen Soldaten wandte. Die Videobotschaft, Bilder von der Gedenkstätte und vom Grab des Unterleutnants Beljajew, dessen Gesicht wir nun kennen, und die Schilderungen von der Gedenkveranstaltung, an der etwa 35 Menschen teilnahmen, wird dem Enkel von Nikolai Iwanowitsch und seiner Familie ein Trost sein, vielleicht auch von Dankbarkeit begleitet, weil sie nun wissen, dass die Erinnerung an ihren im Zeiten Weltkrieg gefallenen nahen Verwandten, an die gefallenen sowjetischen Soldaten bewahrt bleibt und die Grabstätten von der Müncheberger Stadtverwaltung sorgsam gepflegt wird. Nach der Gedenkveranstaltung wollten viele Teilnehmer, Bürgerinnen und Bürger aus Müncheberg, darunter Stadtverordnetenvorsitzender  Frank Hahnel  und Kreistagsabgeordneter Dietmar Barkusky (beide Linke), sowie engagierte Vertreterinnen und Vertreter der VVN Bund der Antifaschisten, der Bürgerinitiative „Müncheberg ist bunt“ und Teilnehmer der Druschba-Oder-Neiße-Friedensfahrt nicht gleich heim. Zu sehr bewegte das gerade Erlebte ihre Emotionen. Sie hatten das Bedürfnis, miteinander zu reden, einander auszutauschen, wass sie motiviert, für Frieden und Verständigung einzutreten.

Russland und der Westen

DB

Russland und der Westen

von Dietmar Barkusky

Entweder du schießt oder du wirst getötet, singt der Frontmann der russischen Band Ljubé im Lied „Krieg“ sehr besinnlich. Der Sänger verarbeitete seine Kriegserlebnisse als Soldat der sowjetischen Armee im Afghanistankrieg. Lieder wie dieses berühren, sie machen den Krieg irgendwie lebendig; auch wenn wir ahnen, dass die Realität ganz sicher anders aussieht. Die Kriegslieder sollen in Sowjetzeiten verboten gewesen sein, was nicht wundern würde. Sie passten der sowjetischen Partei- und Staatsführung sicherlich nicht.

Der Afghanistankrieg der Sowjetunion war schrecklich, jeder Krieg ist dies. Die Taliban wurden von den USA und im Besonderen vom CIA unterstützt. Gefangene sowjetische Soldaten wurden vor laufender Kamera für Propagandazwecke bestialisch getötet. Solche Filme gerieten in die Hand der Russen, die diese ihren jungen Soldaten vorspielten, um sie wissen zu lassen, dass Ihnen das geschehen könne, wenn sie nicht zu kämpfen bereit sind. Es ereigneten sich Fälle, wo Soldaten den Einsatzbefehl verweigerten, da sie wussten, dass die Hälfte der Kampfhubschrauber aus den Einsätzen in den afghanischen Canyons nicht zurückkehren würden; sie wurden von den Vorgesetzten standrechtlich erschossen. Mütter, die nach ihren verschollenen Söhnen suchten, die sich auflehnten, wurden schroff zurückgewiesen und mit Armeefahrzeugen fortgeschafft. Darüber berichtete ein Augenzeuge. Er war Lehrer, ehe er zum Wehrpflichtdienst in die NVA eingezogen wurde, wo er schließlich blieb und sich zum Spezialisten bei den Luftstreitkräften entwickelte. Als solcher ging er nach Afghanistan in den Krieg, als die sowjetische Armee um Unterstützung bat, da sie offensichtlich an ihre Grenzen stieß. Bei einem Angriff der Taliban wurde er so schwer verletzt, dass er nicht einmal in der Lage war, sich den Gnadenschuss zu geben. Zwei Tage nach dem Angriff wurde er von Sowjetsoldaten geborgen. Er überlebte schwer verletzt, acht der zehn Kameraden nicht. Dieses Trauma wurde er nicht mehr los.

Ob die Sowjets im Afghanistankrieg ebenso bestialisch mit ihren Feinden umgegangen sind wie oben beschrieben, kann bezweifelt werden, doch Verbrechen sind nicht ausgeschlossen, so wie es sie später auch im in Tschetschenien gegeben hat. Nino Haratischwili thematisierte dies in ihrem Roman „Die Katze und der General“. Was in einem Video über den Tschetschenienkrieg zu sehen war, der seinerzeit unter den Russlanddeutschen kursierte, war sehr schlimm.

Krieger sind keine Heiligen, egal ob sie Russen, US-Amerikaner, Briten, Franzosen oder Deutsche sind oder sie von sonst wo herkommen. Krieg setzt Konventionen außer Kraft. Es wird gelogen, unter den Tisch gekehrt und vertuscht. Die Liste der Verbrechen, die amerikanische Soldaten in den von ihnen geführten Kriegen nach dem Zweiten Weltkrieg begangen haben, wird lang sein. Unvergessen sind die Massaker in Vietnam, so 1968 im My Lai, oder die Gräueltaten der US-Soldaten im Irak, die Wikileaks-Gründer Julian Assange öffentlich machte, weshalb er zum Staatsfeind Nr. 1 in den USA erklärt wurde. Der reale Krieg ist weit ernster als im Kino auf der Leinwand, wie Ljubé in dem erwähnten Lied beschreibt. Heute wird per Knopfdruck in Ramstein über Leben und Tod entschieden, fern vom Schlachtfeld, fern von Tod und Leid. Wie einfach! Es sterben noch heute Menschen in Kriegen, die aus Machtgier, getrieben von Nationalismus, Rassismus und religiösem Wahn geführt werden. Waffenexporte boomen, denn sie sichern satte Profite.

Wer aufmerksam unsere Medien verfolgt, bekommt den Eindruck, dass wir mehr und mehr auf eine Eskalation in den Beziehungen mit Russland hinsteuern, die nicht mehr kontrollierbar ist. Sukzessiv wird gegenüber Russland ein Feindbild aufgebaut, das erschaudern lässt. Russland wird als die Bedrohung für den Westen hingestellt, was angeblich zur Aufrüstung und den Aufmarsch von NATO-Armeen an der russischen Grenze nötigt. In einem kürzlich erschienenen Kommentar der Märkischen Oderzeitung zu den Rüstungsausgaben weltweit wurde sehr richtig geäußert, dass gemessen an den bescheidenen Rüstungsausgaben der Russischen Föderation verglichen mit den europäischen NATO-Staaten und den USA das Argument der Kriegsgefahr durch Russland wenig glaubwürdig ist. Russlands Volkswirtschaft könnte es sich im Übrigen gar nicht leisten, einen Krieg gegen NATO-Staaten zu wagen. Wer die Aggressivität Russlands in den Konflikten auf dem Territorium der ehemaligen Sowjetunion bestätigt sieht, in die Russland involviert ist, so in Georgien, in Abchasien, Transnistrien, in der Ostukraine, auf der Krim, in Berg-Karabach und in Tschetschenien, der möge sein Urteil oder eine Verurteilung Russlands erst von sich geben, wer genauer in die Geschichte schaut, wer das Handeln der Konfliktparteien und auch das Dritter unter die Lupe genommen hat. Dass die Russen sich zunehmen eingekreist und bedrängt fühlen, sie die Diskriminierung von russischen Minderheiten in den ehemaligen Sowjetrepubliken nicht unberührt lässt, wundert nicht. Dass Bedrängte, wie die russische Regierung, zunehmend irrational handeln, auch nicht.

Dass die Russen Angst vor einer bunten Revolution haben, von außen gesteuert wie die Rosenrevolution in Georgien oder die orangene Revolution in der Ukraine, hier maßgeblich inszeniert von Nazis und Nationalisten wie Rechter Sektor und Bandera-Verehrer, wundert ebenso nicht. Herr Nawalny, der Wunschkandidat des Westens für den Wandel in Russland, wird für diese Zwecke protegiert, ein Nationalist, der mit den Rechten in Russland kokettierte, der die Ehre hatte, ein Stipendium für ein Studium an der Yale-University in den USA zu erhalten und das Studium antrat, um vorbereitet zu werden für den Tag X. Was sagte kürzlich eine russische Journalistin, die aus Angst nach Berlin emigrierte, dem Neuen Deutschland gegenüber im Interview: Sie täte alles, um Nawalny zum Sieg zu verhelfen, und würde er diesen errungen haben, würde sie umgehend in Opposition zu ihm gehen. Putin verkörpert ganz sicher nicht die Demokratie, die im Westen als das alleinig Erstrebenswerte gesehen wird. Nawalny tut es letztlich auch nicht. Die repressive Reaktion des russischen Staates gegenüber Nawalny und seinem Netzwerk wundert nicht, denn der sieht eine zunehmende Gefahr in dieser Opposition; anders lässt sich dessen Überreaktion wohl nicht erklären.

Über die Politik des Westens, allen voran die USA, sei auf die von Zbigniew Brzezinski entwickelte „Strategie der Vorherrschaft“ der USA im euroasiatischen Raum verwiesen. Er war in den 1970er Jahren Sicherheitsberater des US-Präsidenten Jimmy Carter. Der pensionierte ZDF-Journalist Ullrich Wickert ging im „heute journal“ vor etwa 20 Jahren darauf ein. Im Kern war Wickerts Aussage folgende: Wer den Balkan beherrscht (Jugoslawienkrieg), beherrscht das Schwarze Meer, wer das Schwarze Meer beherrscht, der beherrscht den Kaukasus. Letztlich geht es, wie von ihm hergeleitet, um die Ausweitung des Einflussgebietes der Supermacht USA, weshalb die Russen gefügig gemacht werden müssen. Gift ist dabei eine gute Nachbarschaft zwischen EU, insbesondere Deutschland, und Russland. Die USA sind in den letzten dreißig Jahren seit dem Zusammenbruch des Ostblocks mit der Umsetzung der Strategie erschreckend weit gekommen.

Alexander von Puschkin soll einmal gesagt haben: „Den russische Bären bezwingt niemand.“ Die Schweden scheiterten, das zaristische Russland errang somit vor über 200 Jahren den Zugang zur Ostsee. Napoleon musste sich im 19. Jahrhundert vor den Toren Moskaus geschlagen geben. Deutschlands Feldzug im 20 Jahrhundert gegen die Sowjetunion endete dramatisch sowohl für Russland als auch für die Deutschen. Weltweit starben etwa 70 Millionen Menschen. Es sollte allen eine bittere Lehre sein. Den Russen mag es noch so dreckig gegangen sein, doch wenn Mütterchen Russland in Bedrängnis geriet, standen sie zu ihrem Zaren. Und heute stehen sie eben zu Putin, in einer Zeit, wo es ihnen so schlecht nicht geht, in der sie sich aber zunehmend durch den Westen in die Enge getrieben sehen.

Die Russen hofften nach der Wende sehr auf die Deutschen, auf deren ehrliche Partnerschaft. Sie wurden maßlos enttäuscht. Statt Wandel durch Annäherung zu praktizieren, versucht es der Westen, auch Deutschland, mit Diktat und Überheblichkeit. Die Journalistin Krone-Schmalz brachte es in ihrem Buch „Putin verstehen“ auf den Punkt. Sie scheint sich damit ins Abseits katapultiert zu haben genauso wie der erster DDR- Ministerpräsident Lothar de Maizére, der bei den Feierlichkeiten zum 70. Tag der Befreiung in Seelow in einem Gespräch äußerte, dass ihm das Kanzleramt verschlossen sei, seit er sich für mehr Zusammenarbeit mit Russland einsetze.

Wenn nun die G7 darüber sinniert, wie der Lügenpropaganda der Russen begegnet werden könne, kann man nur erwidern, dass man sich an die eigene Nase fassen möge. Auch wenn nicht in jeder Hinsicht gelogen wird, so kommt das einseitige Verbreiten von Nachrichten einer Lüge gleich. Studien belegen, dass Informationen über Russland vor allem negativ geprägt sind, was bei den Konsumenten nicht ohne Wirkung bleibt.

Statt zu kooperieren stehen die Zeichen auf Konfrontation, ideologisch und geopolitisch begründet, von Arroganz und Überheblichkeit geprägt. In einem Gespräch, das die freie Journalistin Irmtraut Gutschke mit Alexander Rahr über sein Buch „Anmaßung“ am 5. Mai 2021 in einer Sendung der Tageszeitung „Neuen Deutschland“ führte, plädierte der Politologe und Schriftsteller für ein substanzielles Umdenken in der Russlandpolitik der Deutschen. Es verbindet uns mit Russland viel mehr als was uns trennt. Dies darf nicht verspielt werden, es zu verhindern ist dringend geboten.

„Den Toten im Gedenken, den Lebenden zur Mahnung“

8. Mai 2021 Tag der Befreiung

Barkusky

Kranzniederlegung am 8. Mai um 10 Uhr am sowjetischen Ehrenmal in der Karl-Marx-Straße in Müncheberg. Aufruf zum Tag des Gedenkens an die gefallenen Soldaten. 

Sowjetunion 24 Millionen, China 20 Millionen, Deutschland 7,7 Millionen, Polen 5,6 Millionen, Indien Millionen, ... insgesamt wurden nach Schätzungen weltweit etwa 70 Millionen Menschen während des 2. Weltkrieges getötet. Unvorstellbar und doch eine sehr traurige Wahrheit. Der reale Krieg ist weit ernster als im Kino auf der Leinwand, wie die populäre russische Band Ljubé in einem ihrer Lieder die Kriegserlebnisse des Sängers in Afghanistan beschreibt. Es ist wichtg, dass die Erinnerung an die Schrecken von Kriegen nicht verblassen und sie einer surrealen Sichtweise auf Kriege weichen. Denn auch heute sterben Menschen in Kriegen, die aus Machtgier, getrieben von Nationalismus, Rassismus und religiösem Wahn geführt werden. Waffenexporte boomen, denn sie sichern satte Profite. Kriege lösen die Probleme der Menschen in Krisengebieten nicht, auch wenn die Kriegspropaganda nicht müde wird, dies zu behaupten. Sie bringen vor allem lange nachwirkendes menschliches Leid durch die Zerstörung der Lebensgrundlagen, von Natur und Umwelt, durch Tod oder die Ungewissheit über das Schicksal verschollener Angehöriger, so wie bei einer Ukrainerin. Sie besuchte 2014 Müncheberg, nachdem sie erfuhr, dass ihr Vater hier gefallen sei und begraben liegt. Sie war froh darüber, dass die Ungewissheit über sein Schicksal nun ein Ende gefunden hat. Am Grab des Vaters stehend erzählte sie ihm von ihrer Familie, ihren Kindern und Enkeln, die er nicht mehr erleben konnte. Ihr Vater war einer von namentlich 250 sowjetischen Soldaten, die bei der Befreiung unserer Stadt ihr Leben verloren. Am 8. Mai gedenken wir jener Menschen, denen dieser Krieg aufgezwungen wurde, die den Frieden nicht mehr erlebten.

Die unbeschreiblich vielen Toten des 2. Weltkriegs sind Anlass genug zur Mahnung und zum Handeln, denn der Frieden ist selbst in Europa keine Selbstverständlichkeit mehr. Krieg beginnt in den Köpfen. Wir von „Müncheberg ist bunt“ möchten, dass die Akzeptanz von Krieg als ein Mittel zur Konfliktlösung aus den Köpfen der Menschen verschwindet. Deshalb werben wir für mehr Verständigung und Demokratie in unserer Gesellschaft, in unserer Stadt Müncheberg.

Frauenmärz-Kundgebung

in Müncheberg

Mit der  Frauenmärz-Kundgebung von "Müncheberg ist bunt" am 27. März 2021 auf dem Marktplatz in Müncheberg sollte im Monat des Internationalen Frauentages allen Frauen gedankt werden, die in Zeiten von Corona besonderen persönlichen und beruflichen Belastungen ausgesetzt sind. Es sollte ein Zeichen dafür gesetzt werden, Coronaleugnern und der AfD nicht die politische Arena auf der Straße zu überlassen. Mehr als 30 Menschen versammelten sich und unterstützten mit ihrer Teilnahme das Anliegen der Initiatoren, darunter auch Linke aus Müncheberg. Es fand mediales Interesse. Die Presse war anwesend, RBB aktuell berichtete in den Hauptnachrichten Frauenmärzkundgebung.

Eingeladen war Elske Hildebrandt, die Tochter der vor 20 Jahren verstorbenen legendären Brandenburger SPD-Sozialministerin Regine Hildebrandt. „Die SPD-Politikerin gehörte in den ersten Nachwendejahren nicht nur zu den wichtigsten Stimmen des Ostens im frisch wiedervereinigten Deutschland, sondern gerade auch zu den betont kritischen Verfechterinnen der Lebensleistung von DDR-Frauen und einer angemessenen weiblichen Beteiligung in Politik und Gesellschaft.“ wie die MOZ am 7. März 2021 mit Verweis auf die nun stattgefundene Kundgebung schrieb. Mit Elske Hildebrandt führte die Berliner Journalistin Michaela Gericke ein Gespräch über die unvergessene Sozialministerin und die Probleme unserer Zeit. Ein Zitat, welches das Handeln ihrer Mutter prägte, ist Elske Hildebrandt besonders in Erinnerung: „Den Mächtigen auf die Füße treten, den Schwächeren auf die Füße helfen.“ Was ihre Mutter zur aktuellen Situation in unserer Gesellschaft sagen würde, werden sie immer wieder gefragt. Elske Hildebrandt spricht von Solidarität, ein Wort, dass, wie sie meint, wir im Osten schon bald nicht mehr hören mögen. Und doch sei es im Moment wichtig, aufeinander aufzupassen, einander Rücksicht zu nehmen, füreinander da zu sein. Darum ging es ihrer Mutter im Besonderen.

Regine Hildebrandt war eine Politikerin, der man vertrauen konnte, der es vor allem um die Menschen ging, denen sie nahe war, bei denen sie sich am wohlsten fühlte, für die sie ihren Mund aufmachte, auch wenn es so manchen missfiel. Das wäre, getreu ihrem eingangs zitierten Leitmotiv, ganz sicher auch heute so in Zeiten der Corona-Pandemie.

Frank Geißler erinnerte an die Ehrenbürgerin der Stadt Müncheberg, Charlotte Klemm, die hohes Ansehen genoss und 2006 mit 93 Jahren verstarb.

Beeindruckende Worte fand die Münchebergerin Renate Kerschke mit ihrem für diese Kundgebung geschriebenen Gedicht

"Die alte Frau"

Da steh ich nun, ich alte Frau und kenn mich fast nicht mehr.

Die Haut ist faltig, das Haar ist grau und vieles fällt mir schwer,

worüber ich vor Jahren einfach nur gelacht.

Dass ich so hilflos werde, hätte ich mir nie gedacht.

 

Zurück zu schauen nutzt mir wenig.

Die Dinge, die im Leben zählen - mein Mann, die Arbeit, liebe Menschen -

fort, einfach fort! Wie sie mir fehlen.

Mir bleibt von allen auf die Dauer nur eine leise Trauer.

 

Ja, ich habe Kinder, keine Frage, mit denen ich mich gut verstehe.

Der Junge wohnt in Flensburg oben, das Mädchen mehr in meiner Nähe.

Sie haben selbst schon Kinder, Enkel und ihre eigenen Probleme.

Doch ihnen eine Last zu werden wäre etwas, wofür ich mich schäme.

 

So stelle ich mich jeden Tag auf meine Hinterbeine.

Ganz gleich, was da kommen mag, ich schaffe es schon irgendwie alleine.

Ich möchte gern noch ein bisschen leben.

Mich plagt die Neugier: Was die Zukunft bringt?

Welche Entwicklungen mögen sich wohl ergeben?

Wie man schrittweise in den Weltraum dringt?

 

Und wie gestaltet sich die menschliche Gesellschaft,

die voller krasser Gegensätze ist?

Wann werden die Menschen gleiche Rechte haben

und die Chance auf ein gutes Leben?

Muss ich die Hoffnung, dass DAS kommt, begraben?

Oder wird´s das tatsächlich endlich geben?

Kann man die grundverschiedenen Interessen

Von Menschengruppen oder Staaten

In Frieden lösen, statt in Blut zu waten?

Wie viele Opfer fordert jeder Krieg!

Wie teuer kommt die Menschen jeder sogenannte Sieg?

 

Wer zählt die Flüchtlinge, die in die fremde zieh´n,

um Kämpfen, Not und Elend zu entflieh´n,

die man in primitive Lager sperrt,

ein Mensch ist da nicht das Geringste wert.

 

Damals wie heute griffen gierig viele Hände

nach allem, was Profit versprach.

Sie sahen nur den Gewinn am Ende.

Und fragten nicht: Was kommt danach?

 

Die Folgen solchen Handelns wiegen schwer!

Verschmutzte Luft, verseuchter Boden, Raubbau am Land, Raubbau im Meer.

Müll wird in arme Länder exportiert.

Man kann nur ahnen, was dort der Natur passiert.

 

Der Klimawandel kam und er nimmt Tempo auf!

Wer und was bremst seinen gefährlichen Verlauf?

Was soll aus unserer schönen Erde werden, die wunderbar und einzigartig ist?

Merkt ihr denn nicht, dass wir uns selbst gefährden?

Es tickt die Uhr, es läuft die Frist …

 

Ich neugierige dumme Frau mit meinem Traum von einer heilen Welt!

Es gibt sie nicht, weil die Realität doch letztlich jeder Illusion im Wege steht.

Und wenn wir nicht bald etwas ändern wollen,

wird die Entwicklung uns einfach überrollen.

Und dann ist es zu spät.

Die Corona-Wahrheitsverkünder

Am Samstag demonstrierte die AfD in Müncheberg und in anderen Städten gegen die Corona-Politik. Bemerkenswert viel Zustimmung erhielten die Müncheberger Akteure auf der Facebook-Seite „Müncheberg aktuell“. Trotz berechtigter Kritik an der Corona-Politik der Regierungen sollte sich jeder bestens überlegen, ob er eine Partei für diese Aktion beklatscht, die ein abgewandeltes und doch unverkennbares Göbbels-Zitat verwendete (Wollt Ihr den totalen Lockdown?), die scheinbar in die Opferrolle schlüpft oder aber mit dem totalen Krieg droht (auch so kann man es interpretieren), eine Partei, die Angstmacherei anklagt und selbst Angst schürt, die die „ANDEREN“ der Lüge bezichtig und sich als Verkünder der absoluten Wahrheit sieht (v.a. die Ossis mit DDR-Vergangenheit sollten gelernt haben, zwischen den Zeilen zu lesen, auf der Suche nach der Wahrheit), eine Partei, die (wie einst auf ihrer Facebook geschrieben war) die Linken am liebsten in die Rattenlöcher befördern würde, wo sie hingehörten. Traurig, aber wahr.

Edith

Hommage auf eine Frau - 8. März 2021

Sie war Kriegskind. Vom Krieg blieb ihre Familie verschont, das vorpommersche Dorf überstand ihn weitgehend schadlos. Sie hatte eine gute Kindheit. Früh verliebte sie sich. Mit 17 Jahren wurde sie Mutter, sechs weitere Kinder folgten, um die sie sich mit ihrem Günter und mit ihren Eltern, die bei ihnen lebten, liebevoll kümmerte. Sie hatte es nicht leicht. Das Geld war knapp, es bedeutete harte Arbeit für die Eigenversorgung und einen Zuverdienst. Der Lohn, den sie in der LPG verdienten, und das staatliche Kindergeld reichten kaum aus.

Zeit, einen Beruf zu erlernen, blieb ihr vorerst nicht. Sie strickte nach getaner Arbeit gern, besonders in den Wintermonaten, nicht zuletzt auch wegen der finanziellen Not, um Geld für den Kauf von Kleidung zu sparen, bis der Hausarzt es ihr schließlich verbot, da dies gesundheitliche Schäden verursachte. Eine Nähmaschine wurde angeschafft, um Kleidung für die Kinder zu nähen; sie gut zu kleiden war ihr wichtig, denn sie liebte ihre Kinder. Und kinderreiche Familien wie vor Kriegszeiten waren keine Selbstverständlichkeit mehr; vielmehr wurden sie nicht selten hinter vorgehaltener Hand als asozial hingestellt.

Edith war leidenschaftliche Köchin und arbeitete in der LPG-Küche. Mit etwa 40 Jahren erlernte sie in der Abendschule den Beruf der Köchin. Es fiel ihr schwer. Doch sie meisterte es, unterstützt von ihren großen Töchtern. Das machte sie stolz. Ihre Kinder drängten sie später, in die SED einzutreten, schließlich würde sie ihren Mund auf dem rechten Fleck haben, das bräuchte man in der heutigen Zeit. Sie tat es nach reichlicher Überlegung. Ihre Stärke war nicht, über Marx, Engels, Lenin und Parteitagsbeschlüsse zu debattieren, sondern mit ihrem gesunden Menschenverstand und Emotionen durchs Leben zu gehen und zu sagen, wenn etwas gut ist oder es ihr nicht gefällt. Nicht immer hatte sie recht. Sie brauchte Menschen um sich, um mit ihnen zu leben, zu streiten und füreinander da zu sein. Sie engagierte sich ehrenamtlich auf kreislicher Ebene für Kinder, die in sozial schwierigen Verhältnissen leben mussten oder in Heimen untergebracht waren.

Ihre Kinder wuchsen heran, sie wurde Großmutter. Voller Stolz konnte sie erleben, wie ihre Kinder und vielen Enkel ihr Leben vor und nach der Wende 1989 meisterten. Dass vor allem sie und ihr Günter es waren, die ihren Kindern erfolgreich den Weg ins Leben ebneten, sie erfolgreich eine Berufsausbildung abschlossen, studierten und sogar promovierten, wollte sie nicht hören, sie, die in Kriegszeiten eine schlechte schulische Ausbildung durchlief und erst spät mühevoll einen Berufsabschluss schaffte. Es gab Momente, wo ihr die Tränen kamen und ihre Kinder ihr aufmunternd sagten, dass es vor allem ihr Verdienst ist, geworden zu sein, wie sie sind. Edith lebt nicht mehr, sie starb viel zu früh. Sie war meine Mutter. DB

Zuversichtlich in den Bundestagswahlkampf 2021

Niels-Olaf Lüders, unser Direktkandidat für den Bundestag, berichtet in  einer Presseerklärung über seine Eindrücke vom Bundesparteitag der Linken in Berlin, der vergangenes Wochenende tagte: Die Parteitage unserer Partei sind dafür bekannt, dass sie wegen der Vielfalt und aufgrund unserer Debattenkultur immer sehr unterhaltsam und spannend sind. Daran änderte sich auch der digitale Parteitag mit 580 Delegierten Ende Februar nichts, der zusätzlich für ein paar besondere Momente sorgte. Aber das sollte niemanden darüber hinwegtäuschen, dass wir es ernst meinen, sehr ernst sogar. Denn der Zustand unserer sozial tief gespaltenen Gesellschaft unter einer „Diktatur des Kapitals“ gibt wahrlich wenig Anlass zur Freude. Und die Pandemie führt uns die schlimmen Folgen der neoliberalen Merkel-Ära noch einmal überdeutlich vor Augen. Umso wichtiger ist das ehrliche und klare Signal des Aufbruchs, dass von unserem Parteitag ausging. Denn wir waren schon immer die Partei, die Solidarität statt Ellenbogen verkörperte. Und echte, nicht nur nach unten gepredigte Solidarität braucht es jetzt mehr denn je. Dafür stehen wir, auch wenn in den Medien gern unsere hitzigen Debatten, die in demokratischen Prozessen einfach dazugehören und die bei uns eben nicht in den Hinterzimmern geführt werden, zum Hauptthema gemacht wurden. Und wir sind die Einzigen in der Parteienlandschaft, die glaubhaft für einen echten sozialen, ökologischen und solidarischen Wandel statt für „Beruhigungspillen“ in Form von Almosen und Reförmchen eintreten. Wir sind die, die sich ehrlich und entschlossen für diejenigen einsetzen, die sonst keine starke Lobby haben. Für Menschen, bei denen es trotz aller Anstrengungen nicht mehr für ein würdevolles Leben reicht und für Menschen, die im Unterschied zu vielen geldmächtigen Reichen wirkliche Leistungen erbringen und dennoch mit Sorge in die Zukunft blicken müssen. Und diese Sorgen werden durch das Fehlen wirklich ernstzunehmender Konzepte der Regierung und der grünen Regierungsanwärter für eine Bewältigung der wirtschaftlichen und ökologischen Krise nicht kleiner. Ich habe mich deswegen sehr darüber gefreut, dass es uns auf dem Parteitag gelungen ist, unsere eigene Geschlossenheit und Konzentration auf eben diese Aufgabe, auf das Soziale, das uns ausmacht, wieder stärker zum Ausdruck zu bringen. Diese Klarheit hat es gebraucht.

Und eines wurde auf dem Parteitag auch sehr deutlich. Wir werden uns niemals an einer Regierung beteiligen, die sich an Kriegen beteiligt. Während große Teile unserer Bevölkerung von den planlosen Lockdowns der Regierung gebeutelt in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und während die Kinder um Bildungschancen gebracht werden und psychischen Schaden nehmen, weil die schon vorher vernachlässigten Schulen und Kitas kein Geld für wirksame Hygienemaßnahmen haben, wurden gleichzeitig 53 Milliarden Euro Steuergelder für die Aufrüstung beschlossen. So etwas wird es mit uns nicht geben. Wir waren und bleiben die Partei des Friedens und der Abrüstung.

Mit Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler wurden erstmal zwei starke Frauen an die Spitze einer Partei gewählt. Ich bin stolz darauf, dass es unsere Partei ist und gratuliere unseren neuen Parteivorsitzenden von ganzem Herzen. Sie bringen bereits viel politische Erfahrung und gute, frische Ideen für die Gestaltung der Zukunft mit. Motiviert durch die vielen kämpferischen und aufrüttelnden Beiträge auf dem Parteitag und auch durch die klare Sprache unserer neuen Parteivorsitzenden gehen wir deutlich gestärkt und geschlossener in das Wahljahr 2021.

Landratskandidat Uwe Salzwedel

In einer Presseerklärung gibt der Kreisvorstand der Linken von MOL berkannt: "Als ihren Kandidaten für die Landratswahlen in Märkisch-Oderland am 26. September will DIE LINKE. Uwe Salzwedel vorschlagen. Einstimmig votierte der Kreisvorstand am Donnerstag (18. Februar) dafür, die Genossinnen und Genossen über die Kandidatur des langjährigen Vorsitzenden der Linksfraktion sowie des Jugendhilfeausschusses im Kreistag auf einer bevorstehenden Mitgliederversammlung abstimmen zu lassen. Der 59-jährige Lehrer sei im gesamten Landkreis und insbesondere mit Vereinen, Einrichtungen und Verwaltungen gut vernetzt. Durch sein langjähriges Engagement vor allem für soziale Belange der Bürgerinnen und Bürger habe sich Uwe Salzwedel breite Anerkennung sowie Vertrauen erworben, erklärte der Kreisvorstand. Er wolle sich für ein kollegiales Miteinander zwischen Kreisverwaltung und den demokratischen Gremien bei der weiteren Entwicklung des Landkreises einsetzen, betonte Salzwedel."

Den festen Willen und die Fähigkeit, dies zu erreichen, hat er. Durch viele Jahre kommunalpolitische Arbeit im Kreistag ist er bestens mit der Kreispolitik und den Aufgaben, die der Landkreis für seine Bürgerinnen und Bürger zu leisten hat, vertraut. Er verfügt über soziale Kompetenzen und politisches Geschick, strittige Themen offen, sachlich, konsequent und ergebnisorientiert zu diskutieren, was ihm viel Respekt eingebracht hat. Ein Führungswechsel im Landratsamt täte dem Landkreis sicher gut. Uwe Salzwedel wäre dafür die beste Wahl. 

Niels-Olaf Lüders zum Thema Siegmund Jähn

Niels-Olaf Lüders ist Rechtsanwalt, Kreisvortsitzernder der Linken in MOL und Kandidat unserer Partei zur Bundestagswahl 2021. Seine Darstellung ist die Reaktion auf die Veröffentlichung des Artikels „DDR-Kosmonaut Sigmund Jähn wegen SED-Nähe in der Kritik“. in der MOZ am 13./14.02.2021:

"Das Stadtratsplenum von Halle diskutiert über die Beibehaltung des Namenszusatzes „Sigmund Jähn“ für das nach der Neuerrichtung wiederzueröffnende Planetarium in Halle. Die Beauftragte des Landes Sachsen - Anhalt für die Aufarbeitung der SED-Diktatur hat sich mit der Forderung eingeschaltet, das nicht zuzulassen, da Sigmund Jähn eine Stütze der SED gewesen sei. Auch die entsprechend Beauftragte des Landes Brandenburg stieß in dasselbe Horn. Die Märkische Oderzeitung vom 13./14.02.21 hat diese Diskussion anlässlich des Geburtstags von Siegmund Jähn aufgegriffen. Ihm wird vorgeworfen, sich nicht ausreichend genug von der DDR distanziert zu haben. Was will man damit all den Menschen sagen, die ihre Lebensleistungen in der DDR erbracht haben? Sollen diese Leistungen nur noch dann der Ehre wert sein, wenn sie mit einer möglichst vollständigen Verleugnung der damals vertreten Ideale einhergehen? Und werden andere heute geehrte Menschen eigentlich auch auf das reduziert, was sie zu ihrer Zeit nicht getan haben und vielleicht auch hätten tun können? Sigmund Jähn war der erste Deutsche im All. Er ist das geworden, weil es die gesellschaftlichen Verhältnisse sowie seine geistigen und körperlichen Voraussetzungen ermöglichten. Gleichzeitig trat er bewusst für die Gestaltung einer sozial gerechten Gesellschaft für alle Menschen ein und diente zum Schutz des ersten Versuches einer derartigen Gesellschaft in den Streitkräften der DDR. Die Auseinandersetzung um eine solche bessere Gesellschaft und darum, wie diese gestaltet werden könnte, ist auch heute noch nicht beendet. Von denjenigen, die gegen eine Gesellschaft sind, die den Anspruch hat, allein dem Wohle aller Menschen und nicht nur einiger Weniger verpflichtet zu sein, oder die zumindest die wirklichen Motive vieler Menschen in der DDR bewusst nicht sehen wollen, wird er nun als Scherge der Unterdrückung diffamiert. Für die anderen ist er ein Pionier der Wissenschaft und ehrlicher Suchender bei der Gestaltung des menschlichen Lebens. Siegmund Jähn war ein bescheidener und aufrichtiger Mensch und damit für viele in der DDR und auch für mich ein wirklicher Held im besten Sinne. Ich trete für die Würdigung seiner wissenschaftlichen und technischen Pioniertat sowohl in Halle als auch in Strausberg ein und seiner Diffamierung entgegen. Dies unter anderem auch deswegen, weil er für die nachfolgenden Raumfahrer der BRD stets ein aufgeschlossener, freundlicher und äußerst fachkundiger Ratgeber und Begleiter war."

Steinhöfel wehrt sich - gegen rechts

Aufruf zur Demonstration

Am 17. Januar trafen sich in der Gaststätte „Ulmenhof“ in Steinhöfel rund 50 Anhänger:innen des rechtsextremen „Flügels“ der AfD zu einem geheimen Treffen, Politiker wie Björn Höcke, die aufgrund ihrer demokratiefeindlichen Aussagen vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Seitdem hat es mindestens eine weitere Veranstaltung der „Christen in der AfD“ hier gegeben, wo u.a. vor einem „abartigen Feminismus“ gewarnt wurde. An diesem Samstag wollen sie sich wieder treffen. Dem stellen wir uns aus vielen Gründen entgegen.
Nicht nur der Flügel, die ganze Partei fällt immer wieder durch offenen Rassismus, Beleidigungen und Aufhetzen unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen gegeneinander im Parlament und in den Medien auf.
Das passt so gar nicht zu unserer Nachbarschaft. Steinhöfel steht für Weltoffenheit, Zusammenhalt und Toleranz. Wir möchten, dass sich in unserer Gemeinde alle Menschen sicher und zuhause fühlen können – ungeachtet ihrer Herkunft oder Lebensweise.
Wir wollen nicht, dass ein Björn Höcke, der eine „erinnerungspolitische Wende“ fordert, unbehelligt mit seinen Bodyguards in unserem Schlosspark spazieren geht. Wir wollen nicht, das „Christen der AfD“ hier eine Zukunft ohne sexuelle Selbstbestimmung plant. Wir wollen nicht, dass sich die AfD in Steinhöfel einnistet.
Der Kampf gegen Extremismus und Intoleranz beginnt vor Ort. Kein Ort den Rechtsextremen